Kyōto war elf Jahrhunderte lang Sitz der japanischen Kaiser, und seine Tempel, Schreine und Paläste haben den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet überstanden. Vierzehn UNESCO-Welterbestätten liegen in der Stadt.
Foto: Jase Bloor / Unsplash
Kyōto war elf Jahrhunderte lang Sitz der japanischen Kaiser, und seine Tempel, Schreine und Paläste haben den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet überstanden. Vierzehn UNESCO-Welterbestätten liegen in der Stadt.
794 machte Kaiser Kammu die Stadt, damals Heian-kyō, zum neuen Sitz des Kaiserhofs und legte sie nach dem Vorbild der chinesischen Hauptstadt Chang'an im Raster an. Bis 1869 regierten die Kaiser von hier aus; dann zog die Hauptstadt nach der Meiji-Restauration nach Tokio. Die Stadt erlebte den Ōnin-Krieg und den Zwischenfall am Honnō-ji; der Ginkaku-ji, 1482 als Ruhesitz des Shōguns Ashikaga Yoshimasa gebaut, steht für die Higashiyama-Kultur dieser Zeit. 1895, zum 1100. Jahrestag der Hauptstadt, entstand der Heian-Schrein als Nachbildung der Haupthalle des alten Palasts. Im Zweiten Weltkrieg blieb Kyōto von großen Zerstörungen verschont, daher ist das meiste seines Erbes erhalten.

Foto: Saigen Jiro, CC0 / Wikimedia Commons
Geh durch Tunnel aus zinnoberroten Torii den Berg Inari hinauf; der Hauptschrein des Inari, 711 gegründet, hat rund 10.000 Tore, gestiftet von Firmen.
Wikipedia (de)
Foto: Don Ramey Logan, CC BY 4.0 / Wikimedia Commons
Besuch den Kannon-Tempel am Hang im Osten Kyōtos, einen der wenigen Tempel, die älter sind als die Hauptstadt selbst.
Wikipedia (de)
Foto: Basile Morin, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
Sieh den Goldenen Pavillon, die Reliquienhalle des Zen-Tempels, deren obere Stockwerke mit Blattgold überzogen sind; 1955 nach einem Brandanschlag neu gebaut.
Täglich geöffnet.
Wikipedia (de)
Foto: Jakub Hałun, CC BY 4.0 / Wikimedia Commons
Geh durch die Gärten des Tempels des Silbernen Pavillons, 1482 als Ruhesitz des Shōguns Ashikaga Yoshimasa gebaut.
Täglich geöffnet.
Wikipedia (de)
Foto: Naokijp, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
Geh über die Wege durch den natürlichen Wald aus Mōsō-Bambus in Arashiyama; das Umweltministerium zählt seinen Klang zu den Klanglandschaften Japans.
Wikipedia (en) (englisch)
Foto: 663highland, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
Sieh den Trockenlandschaftsgarten des 1499 gegründeten Zen-Tempels: große Felsen in geharktem weißem Kies.
Wikipedia (de)
Foto: Keith Pomakis, CC BY-SA 2.5 / Wikimedia Commons
Geh durch die zwei Befestigungsringe der Burg des Shōguns zum Ninomaru-Palast, zum Honmaru-Palast und zu den Gärten.
Ninomaru-Palast dienstags im Januar, Juli, August und Dezember geschlossen.
Wikipedia (de)
Foto: Saigen Jiro, CC0 / Wikimedia Commons
Geh über das Gelände des Kaiserpalasts von 1331 bis 1869, öffentlich zugänglich und vom Hofamt verwaltet.
Montags geschlossen.
Wikipedia (de)
Foto: 663highland, CC BY 2.5 / Wikimedia Commons
Sieh die 1001 stehenden Statuen der tausendarmigen Kannon in der langen Haupthalle von 1266; drinnen Schuhe aus, keine Fotos der Statuen.
Täglich geöffnet.
Wikipedia (de)
Foto: Kakidai, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
Besuch den 796 gegründeten Tempel, einen von nur drei buddhistischen Tempeln, die in der neuen Hauptstadt erlaubt waren; seine fünfstöckige Pagode ist ein Nationalschatz.
Wikipedia (de)
Foto: Zairon, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
Besuch den Schrein am östlichen Ende der Shijō-dōri in Gion, früher Gion-Schrein genannt; er ist der Schutzschrein des Gion-Festes im Juli.
Wikipedia (de)
Foto: David Monniaux, CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons
Geh den Weg entlang eines Kanals mit Kirschbäumen zwischen Ginkaku-ji und Nanzen-ji, 1890 angelegt; der Philosoph Kitarō Nishida ging ihn regelmäßig.
Wikipedia (de)
Foto: Saigen Jiro, CC0 / Wikimedia Commons
Zinnoberrote Nachbildung der alten Palasthalle, gebaut 1895.
Wikipedia (de)
Foto: 663highland, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
Ein Zen-Haupttempel von 1291 mit geschützten Hōjō-Gärten.
Wikipedia (de)
Foto: osakaosaka, CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons
Ein Zen-Haupttempel von 1339, erster der Fünf Berge Kyōtos.
Wikipedia (de)
Foto: 663highland, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
Vormoderne japanische und asiatische Kunst, in einem Museum von 1897.
Montags geschlossen.
Wikipedia (de)
Foto: Celuici, CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons
Das Eisenbahnmuseum von JR West, 2016 eröffnet.
Mittwochs geschlossen (an Feiertagen und in den Schulferien geöffnet).
Wikipedia (de)
Foto: Hyppolyte de Saint-Rambert, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Foto: ja:利用者:珈琲ルンバ, CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons
Einer der ältesten Shintō-Schreine Japans, gegründet 678.
Wikipedia (en) (englisch)
Foto: MichaelMaggs, CC BY-SA 2.5 / Wikimedia Commons
Am besten für: Teehausstraßen
Das Geiko-Viertel, seit der Sengoku-Zeit gewachsen, mit Teehäusern; seine privaten Gassen sind für Besucher gesperrt.

Foto: Basile Morin, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
Am besten für: alte Gassen, Kyōtoer Handwerk
Die gepflasterten Hanggassen Sannenzaka und Ninenzaka mit traditionellen Häusern und rund 60 Läden und Lokalen mit Kyōtoer Waren und Essen.

Foto: Takeshi Kuboki from Amagasaki, Japan, CC BY 2.0 / Wikimedia Commons
Am besten für: Fluss- und Bergblicke
Ein Viertel am Westrand der Stadt, unter dem gleichnamigen Berg jenseits des Flusses Ōi; historische Stätte und Ort landschaftlicher Schönheit.

Foto: At by At, CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons
Am besten für: Textilhandwerk
Ein Weberviertel in den Bezirken Kamigyō und Kita, Heimat des Seidenbrokats Nishijin-ori für Obi und Kimono.

Foto: Kamigata0, CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons
Am besten für: Museen, Spaziergänge am Kanal
Das Gelände der Industrieausstellung von 1895, heute der Okazaki-Park mit dem Kunstmuseum der Stadt von 1933, dem Nationalmuseum für moderne Kunst und dem Zoo, am Biwasee-Kanal.
Eine überdachte Marktstraße mit alten Läden für Fisch, Kyōtoer Gemüse, Eingelegtes und Hausmannskost; der Markt bittet, nicht im Gehen zu essen.
Wikipedia (ja)
Foto: Razgrad, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
Eine überdachte Einkaufsstraße im Bezirk Kamigyō, vor allem mit Lebensmittelläden für die Leute aus dem Viertel.
Wikipedia (ja)
Foto: Daderot, CC0 / Wikimedia Commons
Eine schmale Straße mit Teehäusern und Restaurants zwischen dem Kamo und Kiyamachi; viele auf der Flussseite bauen Kawayuka-Plattformen über das Ufer.
Kawayuka-Plattformen von Mai bis Mitte Oktober.
Wikipedia (ja)
Foto: Flickr user cobacco(hiro kobashi), CC BY 2.0 / Wikimedia Commons
Tofu, im Topf gegart; Kyōtoer Tofu ist dafür bekannt, und rund um den Nanzen-ji gibt es viele Yudōfu-Lokale.
Wikipedia (ja)
Foto: Flickr user WordRidden (Jessica Spengler), CC BY 2.0 / Wikimedia Commons
Eine Süßigkeit aus Kyōto aus Reismehl, Zucker und Zimt, hart gebacken oder weich; ein klassisches Mitbringsel.
Wikipedia (de)
Foto: Evanhoever, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
Pulvertee aus beschattet angebautem Grüntee; der Schattenanbau in Uji im 15. oder 16. Jahrhundert führte zum heutigen Matcha.
Wikipedia (de)
Foto: Raita Futo, CC BY 2.0 / Wikimedia Commons
Soba in heißer Brühe mit süß geschmortem Trockenhering, der ab der mittleren Edo-Zeit mit Handelsschiffen aus dem Norden nach Kyōto kam.
Wikipedia (ja)
Foto: 農林水産省, CC BY 4.0 / Wikimedia Commons
Eingelegtes aus Kyōtoer Gemüse wie Senmaizuke, Suguki und Shibazuke.
Senmaizuke und Suguki ab etwa November.
Wikipedia (ja)
Foto: Saigen Jiro, CC0 / Wikimedia Commons
Kintetsu Limited Express ab Kintetsu Kyōto bis Kintetsu-Nara, rund 35 Minuten.
Japans Hauptstadt von 710 bis 784, mit dem Tōdai-ji und dem Nara-Park, in dem über 1200 wilde Sikahirsche leben.
Wikipedia (de)
Foto: Martin Falbisoner, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
JR-Nara-Linie (Miyakoji Rapid) von Kyōto nach Uji, 17 Minuten; zum Byōdō-in 10 Minuten zu Fuß.
Eine Stadt am Fluss Uji zwischen Kyōto und Nara, mit dem Byōdō-in, einem Tempel aus der späten Heian-Zeit, und ihrem Grüntee.
Wikipedia (de)
Foto: dconvertini, CC BY-SA 2.0 / Wikimedia Commons
JR Special Rapid von Kyōto bis Bahnhof Osaka, 27 Minuten.
Japans drittgrößte Stadt, im Zentrum des Ballungsraums Keihanshin, mit der Burg Osaka.
Wikipedia (de)Kyoto is home to 1,600+ temples and shrines. Photography, eating, and speaking loudly are restricted in some areas — it's polite to check when unsure.
Teile einen Tipp.
Quellen (101) · Zuletzt geprüft: Oktober 2026